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Stornoregelungen in Coronazeiten


Lockdown vom Frühjahr, das hin und her mit Reisebeschränkungen und Beherbergungsverboten und nun wieder signifikant steigende Infektionszahlen erschweren das Reisen in 2020 erheblich und führen bei Gästen trotz aller glücklicherweise noch vorhandenen Reiselust zu starker Verunsicherung.


Die Folgen sind unkalkulierbares, tendenziell sehr kurzfristiges und von der aktuellen Lage abhängiges Buchungsverhalten. Viele Hoteliers sind in Bezug auf Stornoregelungen gezwungenermaßen zu einer äußerst kulanten Handhabung übergegangen. Damit tragen sie die finanziellen Folgen von Stornierungen überwiegend selbst.

Reisestorno- und Abbruchversicherungen fristen überwiegend noch ein Schattendasein im Buchungsprozess und werden – wenn überhaupt – wenig gezielt beim Gast beworben. Und das, obwohl sie die finanziellen Folgen kurzfristiger Stornierungen durch Verlagerung in den Verantwortungsbereich des Gastes erheblich reduzieren und/oder den Umgang mit dem Gast beim Durchsetzen von Stornokosten erleichtern würden.

Das bloße Ändern der Reisepläne ist natürlich nicht versicherbar – tendenziell müssen nicht beeinflussbare Faktoren wie die nachstehend beispielhaft genannten vorliegen:

· Erkrankung, Unfall, Tod

· Akutwerden einer bestehenden Erkrankung

· Schwangerschaft

· Eigentumsschaden oder finanzieller Schaden am Wohnort

· Beschädigung/Diebstahl des Privatfahrzeugs

· Kündigung durch den Arbeitgeber

· Scheidung, Trennung

· Absage der eigenen Hochzeit

· Erkrankung/Unfall eines Haustieres

· Einberufung zum Grundwehr-/Zivildienst

· Sitzenbleiben, Nichtbestehen der Reifeprüfung

Bei coronabedingten Stornierungen kommt es – wie immer bei Versicherungen – auf das Vertragswerk an. Grundsätzlich kann man zwei Produktarten unterscheiden:

· Reisestorno- und Abbruchversicherungen MIT Pandemie-Ausschluss

· Reisestorno- und Abbruchversicherungen OHNE Pandemie-Ausschluss

Zweifelsfrei ist ein Vertragswerk ohne Pandemie-Ausschluss zu bevorzugen. Wird die Buchung wegen (dem Versicherer nachzuweisender) Corona-Erkrankung einer versicherten Personen oder naher Angehöriger storniert, werden die versicherten Stornokosten erstattet. Gleiches gilt für den vorzeitigen Abbruch einer bereits angetretenen Reise – hier werden i.d.R. auch die Kosten für zusätzliche Rückreisekosten übernommen.

Generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind übrigens Stornierungen aufgrund allgemeiner Reisebeschränkungen, der Erklärung des Heimat- oder Reiseorts als Risikogebiet, oder allgemein die Angst vor Ansteckung.

Eine behördliche Quarantäneanordnung Versicherter zählt nicht als Erkrankung und ist daher üblicherweise nicht als Abbruchgrund versichert. Über www.hotelsicherer.de/protection/reiseschutz bieten wir Ihnen bzw. Ihren Gästen nun auch Versicherungsschutz für Stornierungen aufgrund behördlicher Quarantäneanordnung. Wir stellen Ihnen dort einen Link zur Verfügung, den Sie auf Ihre eigene Homepage in den Buchungsvorgang einbetten können.

Üblicherweise entscheidet dann der Gast im Buchungsvorgang ob er den Rücktritts-/Abbruchbaustein zukauft oder nicht. Tipp: um jegliche Stornodiskussionen zu vermeiden, mag es eine strategische Überlegung sein, den Versicherungsschutz generell in die Buchung einzupreisen.

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